Wasserburg und Mühlenromantik: Ellershausen
Es gibt wenige Orte, in denen das Dorfleben noch so intakt scheint wie in Ellershausen: Nicht nur, dass sich hier jeder kennt, es wird auch viel zusammen getan. Die Bewohner haben sich in zahlreichen Vereinen zusammen getan, sie feiern Straßen- und Kartoffelfeste, das jährliche Osterfeuer und der Weihnachtsmarkt ziehen Besucher aus der ganzen Umgebung an. Erstmals erwähnt wird das Dorf als „Adelheredeshuson“ im Jahr 1016. Um 1270 wurde eine Wasserburg in Ellershausen errichtet, sie diente verschiedenen Adelsfamilien als Wohnsitz, die auch im nahegelegenen Lengeltal eine Mühle betrieben. Das Tal steht heute unter Natur- und Denkmalschutz und gilt als eine der schönsten Wiesenlandschaften Nordhessens. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verfiel die Wasserburg in Ellershausen und wurde von den Bewohnern als Steinbruch benutzt. Noch heute aber lassen sich Rudimente erkennen, auf dem Areal befindet sich eine Gaststätte, die traditionsbewusst noch immer unter dem Namen „Adliger Hof“ firmiert. Andernorts verschüttete Traditionen werden in Ellershausen noch gepflegt: Es gibt eine Kelterei, Schaf- und Ziegenherden sowie eine Bio-Käserei; übernachten kann man in gemütlichen Ferienwohnungen, die sowohl im Dorf als auch im Lengeltal angeboten werden.
